Machen wir uns da vielleicht etwas vor?
In den 70er Jahren sind Therapieformen entstanden, die mit der Idee gearbeitet haben "Ich bin o.k. - du bist o.k.", und auch das Positive Denken arbeitet damit, dass man sich nur oft genug suggerieren muß, dass man in Ordnung sei, und irgendwann würde man diese Einstellung schon übernehmen.
Der Haken an der Sache ist der, dass wir eine ganze Menge innerer Einstellungen haben, die das genaue Gegenteil aussagen. Wir alle haben eine Menge Müll tief im Keller verborgen, den wir gar nicht gerne mögen.
Das Zeug gehört nun mal zu uns!
Und bevor wir mit diesen Altlasten keine Freundschaft geschlossen haben, können wir uns noch so oft sagen, dass wir in Ordnung (oder schön, schlank, reich, gesund, etc.) sind - im tiefsten Inneren sind wir davon nicht wirklich überzeugt, und das wissen wir auch.
Dabei ist es völlig in Ordnung, diese sog. negativen Seiten in sich zu haben; wir alle haben das, und unser Problem damit ist, dass wir uns mit Händen uns Füßen dagegen wehren. Wir wehren uns gegen etwas, das zu uns gehört, und dieser Widerstand ist das eigentliche Problem.
Den Widerstand gegen uns selbst aufgeben
Ich bin nicht o.k., und du bist auch nicht o.k., und das ist völlig in Ordnung

Ich finde, mit dieser Einstellung läßt es sich viel besser leben, denn dann brauchen wir uns und anderen nichts vorzumachen. Es ist irgendwie ehrlicher und nimmt den ganzen Druck raus aus den ewigen Bemühungen um Selbstverbesserung.
Freunde dich an mit dem was ist
Wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen und uns mit all unseren Seiten annehmen, werden wir unseren ganzen inneren Reichtum entdecken - so entwickeln wir zunehmend mehr Integrität.
Wenn wir mit den ungeliebten Teilen in uns Freundschaft schließen, brauchen wir uns auch nicht mehr gegen andere Menschen zu wehren, die diese Seiten stellvertretend für uns ausleben. Und das ist sehr heilsam für unsere Beziehungen.
Und so gelangst du zu innerem Frieden
Der tibetische Meditationsmeister Chögyam Trungpa sagte einmal:
"Before you think big, you better think real." Wir sollten anerkennen und wertschätzen, was da ist, um so zu innerem Frieden zu gelangen und Freundschaft mit uns selbst zu schließen.
Bist du bereit?
Praktische Coaching-Tipps und -Fragen für den Alltag:
• Was magst du ganz besonders an dir?
• Wie kannst du diesen Dingen mehr Aufmerksamkeit schenken?
• Was magst du überhaupt nicht an dir?
• Woran liegt es, dass du diese Dinge nicht magst?
• Was müßte geschehen, damit du diese Dinge anerkennen und wertschätzen kannst?
• Was würde geschehen, wenn du die Einstellung gewinnen könntest, dass es völlig okay ist, so zu sein?
• Wie wäre es, wenn du von diesen bisher ungeliebten Dingen jegliche Bewertung wegnehmen würdest?
• Für was bist du dankbar?
• Entscheide dich, einen Tag lang nichts und niemanden zu kritisieren. Wenn es dir gefällt, kannst du diese Übung am nächsten Tag wiederholen
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Außer Danke weiß ich momentan nichts weiter zu sagen.
Schöne Grüße
Ralf
es stimmt wirklich. Solange man nicht zuerst Frieden mit sich geschlossen hat, wie will man das dann mit anderen machen. Mit ist aufgefallen, dass Sachen, die man an anderen Menschen nicht mag, Sachen sind, mit denen man selber im Argen liegt.
Viele Grüße
Jenns vom Schichtforum.de