... oder: wenn finanzielle Herausforderungen auf spirituelle Ideale treffen
Eigentlich könnten wir es in finanziellen Dingen ja ganz entspannt angehen ... eigentlich.
Doch was machst du, wenn dein Schuldenberg bei stagnierendem Einkommen stetig wächst?
Wenn dein Konto hart am Limit läuft und der Dispo-Kredit ausgeschöpft ist?
Was machst Du, wenn Du den Briefkasten öffnest und Dir die Rechnungen entgegenquellen?
Und was machst Du, wenn dann zu allem Überdruß noch die zweite Mahnung vom Finanzamt kommt?
Dann helfen all die schönen spirituellen Idealvorstellungen auch nicht weiter, oder?
Dann is nix mehr mit heiterer Gelassenheit und innerem Frieden. Von entspannter Offenheit und Präsenz ganz zu schweigen.
Okay, ich übertreibe ein wenig
Aber wer kennt das nicht?
Die meisten von uns haben schon finanzielle Schierigkeiten zu überwinden gehabt - und das verursacht ganz schön Stress.
Und nur selten sind wir in Geldfragen wirklich völlig entpannt.
Doch was ist es denn wirklich, was uns davon abhält, in Finanzfragen unseren inneren Frieden zu finden?
Warum können wir unseren alltäglichen monetären Herausforderungen nicht einfach so mit entspannter Offenheit begegnen?
Es ist, wie in allen Dingen, Widerstand. Und Begehren.
Was uns davon abhält, uns innerlich zu entspannen, sind all die Dinge, die wir nicht mögen, die wir ablehnen und gegen die wir uns wehren.
Und auf der anderen Seite sind da all die Sachen, die wir unbedingt haben wollen und von denen wir glauben, ohne sie nicht sein zu können.
Widerstand und Begehren sind die zwei hauptsächlichen Ursachen, die uns von heiterer Gelassenheit und entspannter Präsenz abhalten.
Soll das jetzt bedeuten, nichts mehr zu wollen? Oder alles stillschweigend hinzunehmen?
Betrachte es einmal so: die Dinge, die du nicht willst, weil du sie für unangenehm oder schmerzlich oder was-auch-sonst hältst, sind ja zunächst einfach mal da. So, wie sie sind.
An ihrer Existenz läßt sich nichts rütteln. Und indem du die Augen davor verschließt, verschwinden sie nicht.
Wie die Dinge sind
Wenn es regnet, dann regnet es.
Wenn dein Konto hoffnungslos überzogen ist und dir die Rechnungen aus dem Briefkasten entgegenlachen, dann ist das so.
Und wenn du wütend und verärgert bist, dann bist du eben wütend und verärgert.
Dich darüber zusätzlich aufzuregen, Dich gar dafür zu verurteilen, ändert überhaupt nichts
Es setzt dem Ganzen nur noch eins drauf.
Wenn du jedoch hingehst und die Situation akzeptierst, bewegt sich etwas:
Du kannst beschließen, den Regenschirm aufzuspannen oder daheim zu bleiben.
Du kannst die Rechnungen aus dem Briefkasten holen, dir in Ruhe Gedanken machen, wie du dein Einkommen erhöhst, um dein Konto auszugleichen und die Rechnungen zu bezahlen.
Du kannst deine Wut und deinen Ärger wahrnehmen, fühlen und akzeptieren, ohne sie auszuagieren.
All das kannst du machen, wenn du die Dinge akzeptierst, wie sie sind.
Und wie sieht es aus mit den Sachen, die du begehrst?
Deine Wünsche, Träume und Sehnsüchte? Deine finanziellen Ziele? Die Dinge, an denen du dich erfreust?
Da ist es ganz ähnlich - sie wahrnehmen und akzeptieren, jedoch sie nicht erfüllt haben
wollen.
Deine Wünsche, Träume und Ziele sorgen für eine Richtung, in die sich dein Leben bewegen kann. Und dabei solltest du offen bleiben und keine festen Erwartungen haben. Wenn es anders kommt, dann kommt es eben anders.
Und wenn jetzt die Sonne scheint, die Blumen blühen und du dich über einen unerwarteten Geldsegen freust, dann genießt du das, in dem Wissen, dass auch das vorübergeht.
Du freust dich, solange es da ist, und wenn es vorbei ist, dann lässt du es los und bist offen für etwas Neues.
Die Dinge kommen und gehen, ohne dass du einen allzu großen Einfluß darauf hast - worauf du jedoch immer einen Einfluß hast, ist die Art und Weise, wie du darauf reagierst und damit umgehst.
Du kannst mit dem Leben fließen. Und du kannst dich dagegen wehren.
Es ist deine Entscheidung.
Du hast die Wahl.
Immer.
Diese Einstellung führt zu heiterer Gelassenheit.
Zu entspannter Offenheit.
Und zu Akzeptanz.
Und diese wiederum führen zu Klarheit und Zuversicht, die richtigen Lösungen zu finden - und diese dann umzusetzen.
Auf diese Weise findest Du wieder zu innerem Frieden in deinen finanziellen Angelegenheiten. Und kannst ganz entspannt mit dem Gott des Geldes tanzen (der freut sich schon).
Genieße es, denn du hast es verdient
Praktische Coaching-Tipps für den Alltag:
- Gibt es irgendetwas in deinem Leben, das du gerne verändern möchtest? Wie möchtest du sein? Und wie möchtest du nicht (mehr) sein?
- Beschreibe ausführlich, wie du sein willst und entscheide dich ganz bewusst und absichtsvoll dafür, so zu sein.
- Nimm' dir einen Augenblick Zeit und komme zur Ruhe, und dann bemerke, was gerade da ist - wie du dich körperlich und geistig fühlst, welche Gedanken durch deinen Kopf gehen.
- Entscheide dich bewusst dafür, das, was jetzt da ist, zu akzeptieren und da sein zu lassen. Tue dies in dem Wissen und der Zuversicht, das alles im Leben kommt, eine Weile bleibt und dann wieder verschwindet.
- Die Dinge, die jetzt da sind und an denen du dich erfreust, genieße für die Zeit, die sie da sind, und dann laß' sie wieder los.Entwickle und kultiviere die bewusste Haltung, alles anzunehmen, zu respektieren und loszulassen.
Hinweis in eigener Sache:
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