"Die Bereitschaft, anderen zu schaden oder sie zu verletzen, kommt letztlich von unserer Angst. Anderen keinen Schaden zufügen zu wollen erfordert, dass wir unsere Ängste anschauen und sie verstehen und anerkennen. Sie anerkennen bedeutet, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Die Verantwortung dafür zu übernehmen bedeutet, unsere Standpunkte und Sichtweisen nicht von unseren Ängsten bestimmen zu
lassen.
Nur mit Achtsamkeit können wir unsere Begierden und Widerstände erkennen, und nur die Bereitschaft, mit diesen Bewusstseinszuständen verantwortlich umzugehen - egal, wie unangenehm diese Begegnungen auch sein mögen -, befreit uns aus dem Kreislauf des Leidens."
-- Jon Kabat-Zinn
Angstgefühle, Wut, Haß und Rachegedanken führen uns zu Leid, das uns zu mehr Leid führt, das zu noch mehr Leid führt - ein endloser Kreislauf des Leidens. Einige wenige Menschen haben dies, durch alle Zeiten hindurch, begriffen. Menschen wie Gautama Buddha, Jesus von Nazareth, Mahatma Gandhi und Martin Luther King suchten nach einer anderen Lebensweise, einem anderen Weg, soziale Gerechtigkeit zu erreichen.
Der Preis, nach diesen Vorbildern zu leben, ist hoch, aber indem wir es versuchen, verlieren wir zunehmend unsere begrenzenden Sichtweisen, unsere Illusionen und Verwirrung, und wir können anfangen, bewusst und selbstbestimmt zu leben.
An Stelle von Erniedrigung werden wir möglicherweise die Kraft wahrer Demut finden. An Stelle von Entmutigung finden wir dann unbeugsame Entschlossenheit. Und an Stelle von Rache und Vergeltung finden wir unsere wahre Menschlichkeit. Indem wir uns unserer inneren Wahrheit und der Liebe öffnen, finden wir unsere Seele.
- Wie wäre das Leben, wenn wir uns der Wahrheit und der Liebe widmeten?
- Wenn wir wirklich ohne Begrenzung liebten, wären wir dann dazu in der Lage, anderen absichtlich zu schaden?
- Wenn wir uns der Wahrheit verpflichteten, würden wir dann nicht verantwortlicher handeln?
- Wenn wir verantwortlicher handelten, wären wir dann nicht dazu in der Lage, die Welt zu verändern?
- Wenn wir uns anderen gegenüber freundlich und wohlwollend zeigten - konsequent und beharrlich -, würden uns andere dann noch verletzen wollen?
- Wenn wir die selbstgerechte Illusion unserer Rechtschaffenheit aufgäben und unsere eigene Wahrheit verstünden, würde uns das nicht demütiger, bescheidener und mitfühlender werden lassen?
- Wenn wir bereit wären, unser Leben für die Wahrheit hinzugeben, könnten wir dann noch von Angst beherrscht werden?
- Und wenn wir keine Angst mehr hätten, würden wir dann noch zulassen, dass die Wut und von der Liebe wegführt?
- Wenn wir uns der Wahrheit hingäben, würden wir dann nicht jegliche Anstrengung unternehmen, die Herzen derer zu verstehen, die uns gegenüber stehen?
- Wenn wir diejenigen verstünden, die uns schaden wollen, könnten wir dann nicht besser mit ihrem Verhalten umgehen?
- Wenn wir sie einfach liebten, wären sie dann nicht entwaffnet?
- Wie wäre dein Leben, wenn du dich bewusst entscheiden würdest, anderen Lebewesen so wenig wie möglich zu schaden?
Die Glücksmeditation
Komme äußerlich und innerlich zur Ruhe und entspanne dich in aufrechter Haltung.
Als nächstes richten deine Aufmerksamkeit auf ein schönes, glückliches Erlebnis, sei es mit einem bestimmten Menschen oder an einem besonderen Ort, ein beeindruckendes Naturschauspiel oder
eine spirituelle Erfahrung.
Lasse mit diesem Bild vor deinem inneren Auge zugleich ein allumfassendes Glücksgefühl aufsteigen.
Nun lasse das Bild allmählich los, bis nur noch das Glücksgefühl zurück bleibt.
Du kannst üben, dieses Gefühl bis tief in deine Körperzellen zu leiten.
Denke daran: Glück ist überall. Es gibt keinen Weg zum Glück - Glück ist der Weg.
Beende diese Meditation mit dem Wunsch für andere: "Mögen alle Lebewesen glücklich sein".
(siehe auch:
Meditation über Verbundenheit
Hinweis in eigener Sache:
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